Medialität - Teil 2
Meine Erfahrungen
Wenn ich mich zurückerinnere, war meine Medialität schon in meiner frühen Kindheit sehr präsent. Damals hatte ich einen imaginären Freund, der mir Dinge sagte, die später eintrafen oder mir in bestimmten Situationen halfen. Es fühlte sich völlig natürlich und fließend an – ohne Nachdenken, ohne Druck, ganz selbstverständlich.
Doch als ich älter wurde, verlor ich den Zugang zu dieser Ebene. Heute glaube ich, dass es Teil meines Weges war, sie später bewusst wieder zu erinnern und zurückzuholen.
Diese Erinnerung kehrte während meiner eigenen Hypnosetherapie zurück. Zu dieser Zeit war ich schwer depressiv und auf der Suche nach etwas, das ich tief vermisste, aber nicht mehr greifen konnte. In einer Sitzung erlebte ich eine außerkörperliche Erfahrung – ich durfte weiter und tiefer blicken, hinter den Vorhang der Materie.
Anfangs war es erschreckend, und doch fühlte ich mich gleichzeitig mit einer Ebene verbunden, in der Informationen allgegenwärtig waren. Es war wie ein eigener Ort, an dem Wissen im Überfluss existierte – klar, unmittelbar und jenseits von Raum und Zeit.
Ich wurde stark hellsichtig
Nach meiner Therapie begann sich meine Wahrnehmung zunehmend zu verändern. Ich sah die Auren von Menschen; es war, als wollten sie mir ihre Probleme auf einer anderen Ebene erklären. Ich sah, wo Blockaden waren, und konnte ihre Geschichten in Form innerer Bilder und Gefühle in mir wahrnehmen.
In Meditationen und weiteren Hypnosen begegnete ich meinen Ahnen. Bilder von Krieg, Zerstörung und Leid fluteten meinen Geist, und ich erkannte, wie sehr diese Erfahrungen mein Familiensystem geprägt haben – und letztlich auch mich. Es waren auch meine Ahnen, die mich darauf aufmerksam machten und mir hilfreich zur Seite standen, als ich das Familiensystem auf den Kopf stellte. In dieser Phase wurde mir klar, dass Medialität nicht nur etwas ‚Äußeres‘, sondern zutiefst persönliches und verbindendes ist.
Mit der Zeit verstärkte sich meine intuitive Wahrnehmung immer mehr. Nach meiner Nahtoderfahrung wurde sie noch intensiver. Es gab Momente, in denen mich Visionen quälten, weil ich nichts dagegen tun konnte, Informationen zu erhalten, noch bevor sie sich im Außen zeigten. Besonders dann, wenn es sich um unschöne Ereignisse handelte, schienen Raum und Zeit nicht mehr miteinander übereinzustimmen.
Ich erinnere mich gut, wie ich meinem Mann erzählte, dass eine große Kathedrale in Frankreich brennen würde. Zu diesem Zeitpunkt war es bereits für mich wahrnehmbar, aber noch nicht physisch eingetreten, was mich verwirrte – denn ich sah es, ich erlebte es nur auf einer anderen Ebene. Dieser Zustand mag verrückt klingen, ist es auch bis, Tage später von einer Brandkatastrophe der Notre-Dame berichtet wurde.
Ich gehe auch gerne im Wald spazieren, selbst wenn es windig und stürmisch ist. Eines frühen Abends ging ich allein tief in den Wald hinein. Ich spürte in und an meinem Körper, dass etwas nicht stimmte, konnte es jedoch nur so beschreiben, als läge eine große Spannung in diesem Waldstück.
Ich hörte eine leise, aber klare Stimme in mir sagen: „Lauf jetzt nach vorne.“ Da ich diese Stimme mittlerweile kannte, folgte ich ihrer Information und sprang mit großen Schritten vor. Wenige Augenblicke später stürzte hinter mir ein Baum auf die Lichtung.
Ein anderes Mal hatte ich während einer Autofahrt das innere Bild eines schweren Unfalls: ein weißes Auto, das sich überschlug. Ich warnte meinen Mann, doch er meinte, es sei alles in Ordnung. Wenige Minuten später standen wir im Stau und fuhren an genau dieser Unfallstelle vorbei – ein weißes Auto, auf dem Dach liegend.
Auch in meinen Träumen zeigten sich Bilder von großen kollektiven Ereignissen, wie einem Virus, Krisen und deren möglichen Verläufen, die sich später bestätigten. Ebenso war meine Wahrnehmung familiärer Ereignisse, etwa des Todes von Angehörigen, oft sehr präzise. Die Kommunikation auf dieser Ebene ist auch heute noch möglich – und für mich eine wunderschöne, bereichernde und unterstützende Arbeit.
Meine Medialität kam mit einem großen Knall
Meine Medialität war anfangs schwer zu handhaben und zu verstehen. Es gab viele Momente, in denen ich dachte, verrückt geworden zu sein – doch nur bis zu dem Moment, in dem sich etwas tatsächlich bestätigte.
Aus Unwissenheit und Überforderung ließ ich mich damals in eine Klinik einweisen, in der Hoffnung, dass man mir alles erklären und Hilfestellung geben würde. Doch die Visionen hörten nicht auf – und heute bin ich dafür sehr dankbar.
All diese Erfahrungen haben mich Schritt für Schritt wieder mit einer Ebene verbunden, die lange verschlossen schien. Sie lehrte mich, meiner Wahrnehmung zu vertrauen und gleichzeitig achtsam und verantwortungsvoll mit ihr umzugehen.
Und nein: Auf Knopfdruck kann ich nichts sehen. Sobald ich es versuche, funktioniert es nicht. Alles entsteht ganz natürlich, wenn ich im Flow oder in einer leichten Trance bin. Diese Wahrnehmung nutze ich heute auch in meiner Arbeit als Coach – als feines Werkzeug, um Menschen tiefer zu verstehen und sie bewusster zu begleiten.
Fragen können wir nur stellen, wenn bereits eine Antwort existiert, nur unser Alltag gibt sie nicht immer frei, da wir uns zu sehr auf die Materie fokussieren. Medialität ist Bewusstsein, Energie, Information.
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Hypnose ist ein Zustand, in dem Wissen wieder zu fließen beginnt.

