Medialität - Teil 1

Übersinnliche Wahrnehmung

Es wirkt fast wie Zauberei oder Hexerei, vielleicht auch wie die Wahrsagerei einer alten Frau in einem mystischen Zelt mit Glaskugel – jemand, der mit Verstorbenen spricht oder Prophezeiungen trifft.

Hast du schon einmal diese Situation erlebt: Du denkst an jemanden – und genau in diesem Moment ruft diese Person dich an? Das ist Medialität. Eine Fähigkeit, die ganz natürlich in uns allen steckt.

Für mich ist ein Medium in erster Linie eines: ein Informationsempfänger. Ein Mensch, der jenseits der fünf physischen Sinne über den sechsten Sinn – die Intuition – wahrnimmt. Das ist kein unbewusster oder zufälliger Vorgang, sondern ein bewusstes, klares und fokussiertes Wahrnehmen.

Wenn wir uns von einer rein materiellen Wahrnehmung lösen, erhalten wir Zugang zu einem Feld, das bereits existiert – unabhängig davon, ob man es Quantenfeld, morphogenetisches Feld, Jenseits oder kollektives Unterbewusstsein nennt. In diesem Feld sind Informationen gespeichert. Sie existieren somit – und genau deshalb können sie wahrgenommen werden.

Intuition, Sensitivität und Medialität

Jeder Mensch kann die Intuition nutzen – als innere Stimme, feines Gefühl oder plötzliches Wissen. Sensitivität ist eine Wahrnehmung von Stimmungen, Frequenzen und Energien. Medialität beschreibt die bewusste Fähigkeit, Informationen aus nicht-physischen Ebenen wahrzunehmen und weiterzugeben. Diese Fähigkeiten können angeboren sein oder durch Übung wiederentdeckt werden.

Spricht ein Medium die Wahrheit?

Ein Medium nimmt wahr und arbeitet mit Bildern, Gefühlen, Worten oder Wissen – einer Gewissheit, die sich nicht immer sofort bestätigen lässt, insbesondere wenn es um zukünftige Ereignisse geht. Etwas wird prohezeit und gilt oft so lange als verrückt, bis die Materie es zum Vorschein bringt und damit sichtbar, real und erlebbar macht. Ein Medium hat es bereits erlebt und ist ein Vermittler zwischen der geistigen und der physischen Ebene.

Jedoch ist ein Medium auch ein Mensch: Wir machen Fehler, ziehen falsche Schlüsse, deshalb sollte eine kritische, aber offene Haltung da sein. Alles, was durch einen Menschen fließt, wird von seinen Prägungen, Erfahrungen und Glaubenssätzen beeinflusst. Deshalb ist innere Klarheit so wichtig. Ein gutes Medium bemüht sich, ein möglichst neutrales Gefäß zu sein – empfänglich, ohne zu interpretieren. Andernfalls entstehen leicht Projektionen der eigenen unbewussten Prägungen und Themen.    

Medialität ist keine Wahrsagerei

Die Zukunft ist nicht immer eindeutig vorhersehbar, sondern ein dynamisches Feld von Chancen und Entwicklungen. Ein Medium nimmt Wahrscheinlichkeiten und energetische Tendenzen wahr – manchmal auch feste Ereignisse. Doch jede Entscheidung kann alles wieder verändern. Deshalb geht es in der medialen Arbeit nicht um Kontrolle, sondern um Bewusstsein, Klarheit und Orientierung.

Verantwortung

Für mich ist Ethik ein zentraler Teil dieser Arbeit. Ich frage mich immer:

  • Was darf gesagt werden?
  • Was könnte Angst verstärken?
  • Wann ist Schweigen heilsamer als Reden?

Wirkliche Medialität entsteht nicht aus Ego oder Rechthaberei, sondern aus Klarheit, Respekt und Mitgefühl.

Zugang zur Wahrnehmung

Medialität braucht keine besonderen Kräfte – sondern Präsenz:

  • Stille und Meditation
  • Erdung und Körperbewusstsein
  • Ehrliche Selbstreflexion
  • Emotionale Reife

Viele haben den Zugang zu dieser natürlichen Fähigkeit nicht verloren, sondern nur verlernt und vergessen. Zweifel, Angst und Konditionierung wirken wie ein Schleier.

Für mich ist Medialität kein mystisches Kunststück und kein Privileg. Sie ist eine natürliche Fähigkeit des Bewusstseins, Informationen jenseits von Raum, Zeit und Materie wahrzunehmen.

Um mehr wahrnehmen zu können, sollten wir lernen, den Blick wieder stärker nach innen zu richten. Dabei können Hypnose oder die Arbeit mit der Kundalini hilfreich sein.

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